Projektdetails
Das unverbaubare Eckgrundstück im Wirtschaftspark Mainz-Süd an der Athener Allee definiert den neuen Standort der Neutec Chemie GmbH. Im ersten Bauabschnitt wurde hier das Logistikzentrum des Unternehmens realisiert– als funktional präzise gefasster Baustein innerhalb einer langfristig angelegten Entwicklungsstrategie.
Ausgangspunkt der Planung war die klare Definition der betrieblichen Anforderungen. Im Lagergebäude ist die Lagerung von Gütern nach WHG 1–3 möglich. Entsprechend der Löschwasser-Rückhalte-Richtlinie wurde das Gebäude in die Sicherheitskategorie K2 eingestuft. Diese regulatorischen Rahmenbedingungen bildeten die Grundlage für die technische und konstruktive Ausarbeitung des Entwurfs.
Früh im Planungsprozess kristallisierte sich die Idee einer konsequenten funktionalen Trennung von Kommissionierung und Lagerung heraus. Zwei klar ablesbare Baukörper formulieren diese innere Struktur nach außen. Die architektonische Ausgestaltung folgt dabei nicht gestalterischer Beliebigkeit, sondern leitet sich unmittelbar aus Nutzung, Abläufen und Sicherheitsanforderungen ab.
Die Kommissionierung mit ihren zugehörigen Nebenräumen wird durch eine vorgehängte Metallpaneelfassade mit differenzierten Blautönen gekennzeichnet. Die Farbigkeit nimmt Bezug auf die Unternehmensidentität der Neutec Chemie GmbH und unterstreicht den Bereich als aktiven, prozessorientierten Teil des Gebäudes. Der Lagerbereich hingegen ist durch eine zurückhaltend strukturierte, silberfarbene Fassade definiert. Die reduzierte Material- und Formensprache betont hier die Funktionalität und Robustheit des Baukörpers.
Das Tragwerk wurde als wirtschaftlicher und bewährter Stahlbetonfertigteilbau konzipiert. Die konstruktive Klarheit unterstützt sowohl die effiziente Realisierung als auch die Möglichkeit zukünftiger Erweiterungen. Bereits im ersten Bauabschnitt wurde das Gebäude so angelegt, dass in einem zweiten Abschnitt eine Erweiterung für weitere Lagergüter nach WHG realisiert werden kann.
Ein wesentliches Qualitätsmerkmal stellt die natürliche Belichtung der Lagerflächen dar. Großzügige Glasfassaden sowie eindurchgängiges Oberlichtband führen Tageslicht tief in das Gebäudeinnere. An sonnigen Tagen kann dadurch auf Kunstlicht verzichtet werden; eine energieeffiziente LED-Beleuchtung sichert die gleichmäßige Ausleuchtung bei Bedarf.
Auch die Außenanlagen folgen dem Prinzip der funktionalen und nachhaltigen Planung. Eine großzügig angelegte, oberflächennahe Versickerung ergänzt die Eingangssituation und trägt zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Niederschlagswasser bei.
Die bewusste Schwerpunktsetzung auf Funktionalität, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Erweiterungsfähigkeit führt zu einer klaren, strukturierten Architektur – als Ausdruck eines Logistikstandortes, der präzise auf die Anforderungen seines Nutzers reagiert und zugleich Entwicklungsspielraum für die Zukunft bietet.
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